Gefälschte Medikamente – keine Wirkstoffe enthalten

Der eine oder andere schmunzelt noch, wenn es darum geht dass mal wieder irgendeine weiter östlich gelegene Manufaktur massenhaft Klassiker der europäischen Malerei kopiert und dergleichen. Dieses Schmunzeln gefriert jedoch sofort, wenn man erfährt, dass auf den Weltmärkten gefälschte Medikamente gehandelt werden. Nicht Schnupfenmittel sondern Arzneien die bei schwersten Erkrankungen helfen sollen. Hier wird ganz klar mit Menschenleben und Schicksalen gespielt.

Hierzu: Die US Food and Drug Administration (FDA) warnt Ärzte und Gesundheitsfachleute, dass ein weiteres Krebs-Medikament als Fälschung aufgetaucht ist. FDA Labortests haben bestätigt, dass eine in den USA entdeckte gefälschte Version des Medikaments Altuzan 400mg/16ml (Bevacizumab), ein injizierbares Krebsmedikament der Firma Roche, keinen wirksamen Inhaltsstoff enthält.

Bereits im Januar brachte der newsletter for pharmaceutical anti-counterfeiting einen Beitrag „How Counterfeit Avastin Penetrated the US Supply Chain“ der darüber aufklärt, wie die mit Milliarden-Invetitionen gesicherten Zulieferketten der Pharmaindustrie unterlaufen werden. Hier sind Leute mit hoher krimineller Motivation am Werk. Avastin ist ein weiteres Krebs-Medikament der Firma Roche mit dem Inhaltsstoff Bevacizumab. Noch einfacher ist es diese Supply-Chains im Internet zu unterwandern. Wer kontrolliert diese Handelswege? Wie einfach es ist, sich hier kriminell zu betätigen, zeigen die Erfahrungen mit diversen Lifestyle-Medikamenten wie Viagra oder Cialis.

Wir empfehlen die Meldungen an der Quelle zu lesen: Hier ein Ausschnitt des Newsletters …

How Counterfeit Avastin Penetrated the US Supply Chain

…und dazu die Meldung von Reuters: Fake Avastin’s path to U.S. traced to Egypt

MJA

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