Top Coach werden! Worauf es dabei ankommt:

Wenn du gerade in das Coaching eingesteigen willst und überlegts, wie du gut startest, dann quält dich möglicherweise der Gedanke, dass du, obwohl du es so richtig drauf hast, ja aber doch noch gar nicht so viel Erfahrung haben kannst wie andere, die von sich behaupten können, schon zwanzig oder gar mehr Jahre als Coaches auf dem Buckel zu haben. Diesen Gedanken kannst du jetzt getrost wieder verscheuchen, denn in „zwei großen Studien wurden Coaches (N1=2267) und Personalmanager, die Coaches auswählen (N2=754), zur Qualität und Qualitätskontrolle der Coachings befragt. Die Ergebnisse zeigen eine bessere Coachingqualität und mehr Qualitätskontrolle bei länger ausgebildeten Coaches.“ (Diller et al. 2020) Das heißt es kommt darauf an, dass deine Ausbildung solide ist und vielleicht nicht nur aus einem schnellen Wochenendseminar besteht.

Bild: http://www.freestock.com

„Es ist bemerkenswert, dass mehr Coachingerfahrung nicht zu mehr von außen wahrgenommener Coachingqualität und Qualitätskontrolle führten.“ Das sollte sich mal herumsprechen, oder? Denn hierauf können sich doch nun Coaching-„Einsteiger“ mit einer zum Beispiel wissenschaftlich fundierten aber auch auf praktische Übungen ausgerichtete Coachingausbildung berufen.

Wenn jemand schon seit 25 Jahren im Business ist, ist das offen gesagt gerade mal ganz nett. Nicht falsch verstehen: Die Empfehlungen deiner zufriedenen Klienten sind die wichtigste Grundlage für dein Marketing als Coach. Und die muss man sich mit Geduld erarbeiten. So zeigte die zweite Studie, „… dass Referenzen zwar die Weiterempfehlung positiv beeinflussen …“ – also für´s Marketing hilfreich sind – „… jedoch ebenso nicht die Coachingqualität und Qualitätskontrolle vorhersagten. Daher ist eine fundierte Coachingausbildung ein wichtiger Faktor bei der Auswahl von Coaches.“ OK, die Jahre für´s Marketing und die Ausbildung für die Coaching-Qualität (also letztlich auch für´s Marketing).

Na prima. Wichtig ist es also, dass du dir das Fundament richtig legst und deine Coaching-Ausbildung sorfältig auswählst. Und achte dabei auf Faktoren wie wissenschaftliche Fundierung und eine praktische Ausrichtung und darauf, ob beispielsweise schon während der Ausbildung echte Coachings (z.B. in Dyaden zwischen Teilnehmern und später auch extern als Abschluss-Leistung) – also echte praktische Arbeit – obligatorisch sind.


Hier findest du den Beitrag, der den Zusammenhang von Coachingausbildung oder Coachingerfahrung und Qualität sowie Qualitätskontrolle des Coachings untersucht: Become the best coach you can be: the role of coach training and coaching experience in workplace coaching quality and quality control / by Sandra J. Diller, Jonathan Passmore, Hazel J. Brown, Siegfried Greif, Eva Jonas

Artikel dazu im Coaching-Magazin: Studie: Fundierte Coaching-Ausbildung bedingt bessere Coaching-Qualität

Update 2021:
Diese Ausbildung habe ich selbst genossen und kann sie mit Begeisterung weiterempfehlen: Ausbildung zum Ergebnisorientierten Coaching.