Medikamentenfälschungen – Affiliate-Netzwerke breiten sich aus

In ihrem aktuellen Newsletter-Beitrag teilt die Partnership for Safe Medicines neueste Erkenntnisse über die Verbreitung von Affiliate-Netzwerken mit, die das Internet mit Websites für den illegalen Vertrieb von Medikamenten überfluten (s.u.). Aus unseren eigenen Projekten (BlueOcean) können wir diese Tendenz bestätigen. Wir betreiben im Kundenauftrag ein Semantic Intelligence System, mit dessen Hilfe wir den Handel (legal/ illegal) mit spezifischen Medikamenten des Kunden monitoren, um den illegalen Vertrieb beziehungsweise den Handel mit Medikamentenfälschungen zu identifizieren.  Aus dieser Arbeit zum Thema Anti-Counterfeiting kennen wir inzwischen  zu zwei namhaften Medikamenten unseres Kunden entsprechende Recherche-Ergebnisse aus dem europäischen Raum.

Aktuell haben wir dabei über 23.000 Websites identifiziert und analysiert (Deutsch und Englischsprachig), die sich mit mindestens einem der fokussierten Medikamente befassen. Aus diesen haben wir 121 e-Shops identifiziert, die offiziell (DIMDI etc.) zugelassen sind. Es sind dabei jedoch auch 925 dubiose e-Shops aufgetaucht, die das jeweilige Produkt führen (welches auch in der EU erworben werden kann), die hierfür aber keine Zulassung haben. Darüber hinaus haben wir weitere 119 höchst zweifelhafe e-Shops identifiziert, die eine „gesicherte“ Lieferung INNERHALB der EU garantieren („keine Zollprobleme“, „Auslieferung aus der EU“ etc.), hierfür aber ebenfalls keine Zulassung haben. Unter diesen haben wir mindestens sechs Affiliate-Netzwerke identifiziert, die mit diversen Domains und Websites unterwegs sind.

Beitrag aus dem Newsletter von Partnership for Safe Medicines:

The Partnership for Safe Medicines
The National Association of Boards of Pharmacy Reports Rise of Affiliate Networks
While the number of legitimate online pharmacies safe for Americans remains at 4% of all, the growth of fake online pharmacies out of compliance with U.S. pharmacy laws and practice standards appears to be strongly linked to the spread of underlying source organizations called „affiliate networks“ that proliferate the internet with copies of their websites.The NABP has published a report, „Internet Drug Outlet Identification Program Progress Report for State and Federal Regulators: January 2012“ which identifies 8,456 so-called online pharmacies that are out of compliance with U.S. pharmacy laws and practice standards. Of those, 8,265 appear to be network affiliated, 98%.

The NABP staff identified websites that use the same phone number, physical address, domain name registrant, website design or web business name as those being part of a rogue affiliate network.“The common perception in America is that a discount retailer out there on the internet can, because of lower costs of business elsewhere, provide medication at below U.S. market rates. What they don’t know is that the medications are all coming from the same counterfeiters in India and China, and that a giant conglomerate of organized crime runs these hundreds of millions of websites,“ said Carmen Catizone, NABP’s Executive Director.

Indeed, the affiliate networks behind 98% of the NABPs unapproved list are among the 30 identified by researchers at the University of California San Diego. Those 30 affiliate networks with names like „RX-Promotion“ and „World Pharmacy“ control over 346,000,000 URLs using 54,220 domain names.

To learn more about how fake pharmacy affiliate networks operate, read the series entitled

„Pharma Wars“ by investigative reporter Brian Krebs. MORE>>

cfiebig, MJA

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Intelligenz oder Intelligence – Unterstützung für kluge Köpfe

Um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, führt die Bundesregierung die Blue Card ein. Ja, das ist dann ein Gesetz… Aber ob nun pink, green, blue, yellow, wer auf die Wirkung von gesetzlichen Fördermaßnahmen wartet vergisst, dass er auch selbst handeln kann. So gibt es einige betriebliche Funktionsbereiche, in denen die technischen Möglichkeiten der Unterstützung von Knowledge-Workern – also Fachkräften mit ganz speziellem Know-How – bei Weitem nicht ausgeschöpft werden. Fachleute zu deren Aufgaben es gehört, Daten zu Informationen oder Informationen zu Wissen zu aggregieren, können in erheblichem Maße von den besonderen Fähigkeiten semantischer Technologien profitieren. Auch das Entstehen neuer Berufssparten wie die des Datenjournalisten, der aus Daten Stories aggregiert, ist ein Kennzeichen dafür, dass hier die Dinge in Bewegung kommen.

Große Teile des Wissens, das unserer täglichen Arbeit zugrunde liegen sollte oder kann, liegt unstrukturiert und in Textform vor. Intellectual Capital (Know-how, Patente, Marken, Rechte, Projekte) und Web-Ressourcen sind die tatsächlichen Dreh- und Angelpunkte unserer Aktivitäten: Und jeden Tag werden wir von E-Mails begraben, von Dokumenten, Web-Site-Seiten, Artikeln, Recherchen, Berichten … eine ungeheure Menge an Text, die potentiell wichtige Informationen enthält.

Knowledge-Worker unter Druck: Effizientes Arbeiten wird ohne effizientes Knowledge-Management zum Alptraum.

Statt ein Quell für Wachstum und Entwicklung zu sein, bleiben Informationen aber oft allseits beklagte Datenflut und werden als solche zu einem Hindernis, das es bei der Entwicklung von Strategien, bei der Durchführung von Analysen, beim Controlling – oder Projektmanagement und Vielem mehr – zu durchwaten gilt. Informations-Chaos ist wertlos, wenn Daten und Informationen nicht organisiert, kategorisiert, geleitet, gelenkt, geführt – um nicht zu sagen gemanaged (Aua!) – werden. Zugang zu Dokumenten zu haben ohne Kenntnis ihres Inhalts ist, als hätte man keinen Zugang zu diesem Material.

Es ist längst nicht mehr möglich, Wissen zu verwalten, auf das wir lediglich manuell zugreifen können. Diese zeitlichen Ressourcen hat niemand. Es ist schlicht zu viel, was da zu sichten, zu lesen, zu analysieren, zusammenzufassen, zu vergleichen ist. So ist es eine gigantische Herausforderung, rechtzeitig zu finden, was wir suchen, und das Gefundene weiter zu verarbeiten, diese Ergebnisse mit weiteren relevanten Inhalten zu verbinden und schließlich im Unternehmen noch anderen Kollegen und Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.

Im Knowledge-Management, kommen wir ohne Technologie nicht aus. Es gilt zu entscheiden, welche Technologie zu wählen ist. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Technologien, um unstrukturierte Informationen zu verwalten:
Keyword basierte mit der Möglichkeit, statistische Elemente hinzufügen, Shallow linguistics, Deep Linguistic oder Semantic, das heißt, ein Technologieansatz, der auf dem „Verstehen“ der Inhalte basiert. Semantic Intelligece erlaubt es heute, diese grossen „Friedhöfe“ unstrukturierter Daten automatisch zu lesen, zu strukturieren, zu verstehen und effizient zugänglich und nutzbar zu machen. Das Internet etwa ermöglicht den ungehinderten top aktuellen Zugang zu praktisch allen Datenbanken der Welt und erlaubt den Beteiligten ihre Daten, Fakten, Meinungen und Absichten allen Interessierten frei und sofort zugänglich zu machen. Das gilt für Konsumenten, Kunden, Wettbewerber, Behörden, Anwälte, Fachverbände, NGOs, Communities, etc. Semantic Web Technologien machen eine effiziente, kostengünstige Integration dieser sehr unterschiedlich strukturierten Datenbanken und unstrukturierten Datenbestände möglich.

Hierzu finden sich schon einige Posts in diesem Blog – in der Category Was bedeutet hier eigentlich „semantisch“?