Gefälschte Medikamente – Vorsicht, Plagiat!

Aus der FAZ, 18.04.2013: Im Internet Medikamente zu kaufen, birgt Gefahren. Immer mehr der dort gehandelten Medikamente sind Fälschungen. Die Kopien können wirkungslos sein, aber auch ernsthaft die Gesundheit gefährden.

Krokodil-Handtaschen, Designerschuhe, Spielsachen oder Sonnenbrillen – gefälscht wird so ziemlich alles, auch Medikamente. Das Geschäft mit Plagiaten ist lukrativ. Anders als beim Vertrieb plagiierter Konsumgüter spielen die Kriminellen bei Arzneimittelfälschungen aber mit dem Leben ihrer Kunden. Doch die wachsende Nachfrage nach Arzneimitteln und das hohe Vertrauen in die Medizin machen es den Kriminellen leicht, ihre Kopien über das Internet zu vertreiben. Und weil die meisten Sendungen per Post oder Kurier aus dem Ausland geliefert werden, bleibt der Absender im Dunkeln. Die Gefahr für die Kriminellen, entdeckt und bestraft zu werden, ist damit gering. Die Chancen für den Käufer, die Mogelpackungen zu erkennen, sind ausgesprochen schlecht. Hinter den Arzneimittelfälschung stehen …

Weiterlesen unter www.faz.net

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Black Market Pharmacies And The Big Business Of Spam

Leseempfehlung von hier: der Artikel hellt ein bischen auf, was in dieser Szene läuft. Hier bei BlueOcean ist es zur Zeit eines der hoch priorisierten Research-Themen – illegaler Handel mit ggf. gefälschten Medikamenten – bei dem wir semantische Technologien einsetzen. Spam ist dabei jedoch nur ein Aspekt – wenn auch ein wichtiger. 

Acne medicine, in Turkish.

An apparent feud between two black market pharmacies has shed light on a shady global industry.

„Rx-Promotion and SpamIt probably are responsible for upward of 50 or 60 percent of spam that you and I got in our inboxes over the last five years,“ said Brian Krebs, a cyber-security reporter who chronicled the alleged feud on his website. „It’s just a ridiculous amount of problems that these two guys cause for everybody.“

As part of a dispute between the pharmacies‘ owners, the digital files of both companies — once two of the largest black market pharmacies in the world — were hacked and ended up in Krebs‘ hands.

Read on: www.npr.org

Gefälschte Medikamente – keine Wirkstoffe enthalten

Der eine oder andere schmunzelt noch, wenn es darum geht dass mal wieder irgendeine weiter östlich gelegene Manufaktur massenhaft Klassiker der europäischen Malerei kopiert und dergleichen. Dieses Schmunzeln gefriert jedoch sofort, wenn man erfährt, dass auf den Weltmärkten gefälschte Medikamente gehandelt werden. Nicht Schnupfenmittel sondern Arzneien die bei schwersten Erkrankungen helfen sollen. Hier wird ganz klar mit Menschenleben und Schicksalen gespielt.

Hierzu: Die US Food and Drug Administration (FDA) warnt Ärzte und Gesundheitsfachleute, dass ein weiteres Krebs-Medikament als Fälschung aufgetaucht ist. FDA Labortests haben bestätigt, dass eine in den USA entdeckte gefälschte Version des Medikaments Altuzan 400mg/16ml (Bevacizumab), ein injizierbares Krebsmedikament der Firma Roche, keinen wirksamen Inhaltsstoff enthält.

Bereits im Januar brachte der newsletter for pharmaceutical anti-counterfeiting einen Beitrag „How Counterfeit Avastin Penetrated the US Supply Chain“ der darüber aufklärt, wie die mit Milliarden-Invetitionen gesicherten Zulieferketten der Pharmaindustrie unterlaufen werden. Hier sind Leute mit hoher krimineller Motivation am Werk. Avastin ist ein weiteres Krebs-Medikament der Firma Roche mit dem Inhaltsstoff Bevacizumab. Noch einfacher ist es diese Supply-Chains im Internet zu unterwandern. Wer kontrolliert diese Handelswege? Wie einfach es ist, sich hier kriminell zu betätigen, zeigen die Erfahrungen mit diversen Lifestyle-Medikamenten wie Viagra oder Cialis.

Wir empfehlen die Meldungen an der Quelle zu lesen: Hier ein Ausschnitt des Newsletters …

How Counterfeit Avastin Penetrated the US Supply Chain

…und dazu die Meldung von Reuters: Fake Avastin’s path to U.S. traced to Egypt

MJA